Montag, 3. Oktober 2011

Der etwas andere Motorrad-Jacken-Test

Da brauche ich nicht viele Worte machen, einfach dem Link folgen ;-)


Bulletproof-BMW-Streetguard

"Wenn einer eine Reise tut...

...dann kann er was erzählen." So sagt der Volksmund und so ist es ja in aller Regel auch. Und dann gibt es noch den Spruch "Erstens kommt es zweitens immer anders als du denkst." Beide treffen auf unsere Reise zu, doch nun erst einmal der Reihe nach.

Samstag 24.09.2011
Die Vorbereitungen für die nächste Woche, die wir mit den Motorrädern in der Eifel, an der Mosel, im Hunsrück und im Sauerland verbringen wollen sind weitestgehend abgeschlossen. Die Strecken wurden in MapSource fürs Garmin zusammengebastelt und auf die Speicherkarte geladen, das Gepäck ist schon einmal grob vorsortiert. Also werden zunächst noch die anstehenden Pflichten in Form diverser Gartenarbeiten erledigt. Nach Kastanien- und Walnußsammelaktion, dem Zusammenharken der ganzen Schalen, dem anschließenden Rasenmähen und letztlich dem Abtransport des ganzen Grünschnitts zum Wertstoffhof, weil die eigenen Komposter schon aus allen Nähten platzen, ist es vollbracht. Nun geht es noch einmal an die Fahrzeugpflege. Die Insektenfriedhöfe sollen vor der Tour noch entfernt werden, Ölstand, Kettenspannung und Pflegezustand sollen kontrolliert werden. Bei der Kettenreinigung fällt mein Blick auf den Hinterreifen der S1R² und nachdem ich mir den Profiltiefenmesser aus der Garage geholt habe, bestätigt sich der äußere Anschein. Leider ist die Pelle schon unterhalb der gesetzl. verordneten Mindestprofiltiefe. Der vordere Reifen liegt noch gerade eben im akzeptablen Bereich. Fest steht, für die Woche reicht das nicht mehr aus, sonst fahre ich ab Mitte der Woche auf dem Gewebe. Schnell noch über das S1000RR-Forum abgefragt, wie aktuell die Lieferzeit für die Metzeler Racetec Interact K3 aussehen, mit dem Ergebnis, dass vermutlich mit 2 -3 Tagen Lieferzeit zu rechnen sei. OK, nun ist Samstag Nachmittag, da geht eh nichts mehr. Also schnell im Web nach Dealern an der Mosel gesucht und fündig geworden bei BMW Adolf Hisgen, Trier flux noch die Telefonnummer notiert und für Montag einen Anruf vorgemerkt. Abends waren wir dann noch bei meinem Bruder und seiner Familie zum Abendessen und auf ein Gläschen Rotwein, war sehr nett.

Montag, 26.09.2011
Der Sonntag war soweit unspektakulär. Abends waren wir noch bei Busi & Sabine, um zum Geburtstag zu gratulieren, war auch ein sehr netter Abend, nur mit den Bierchen mussten wir uns angesichts der bevorstehenden Tour etwas zurückhalten. Am Montag Morgen will Silvia uns zum Frühstück ein paar Brötchen holen, was aber zunächst einmal scheitert, da das Sicherheitsschließsystem der Haustüre nicht mehr öffnet. Du kannst den Schlüssel drehen wie die wilde Wutz, an der Tür rumhämmern und rütteln, da regt sich gerade gar nichts mehr. Also mal den Schlüsseldienst angerufen, der zusagt bis 11 - 11:30 Uhr vor Ort zu sein. Diese Zeit lässt sich ja nun nutzen um bei BMW Hisgen anzurufen und nach den Reifen zu fragen und: Bingo! Er kann die Reifen bis Dienstag Mittag im Hause haben und um 14 Uhr kann ich bei ihm eintrudeln, um die Pellen aufzuziehen. Das wäre also schon einmal geklärt, bedeutet aber andererseits, dass die für Dienstag eigentlich geplante, große Runde, bis in die Rhön dann wohl ausfällt. Inzwischen ist es 13:30 Uhr und vom Schlüsseldienst keine Spur und auch kein Anruf. Also rufe ich wieder an, mit dem Ergebnis, dass er in wenigen Minuten da sein will. Um 14:00 Uhr stehen wir also endlich an der Tür und nach ca. 30 Minuten Herumprobieren steht fest, heute wird das ganz bestimmt nichts mehr. Nach dem ganzen Stress ist es dann letztlich 15:30 Uhr bis wir endlich auf den Moppeds sitzen und damit ist der erste Tag schon einmal gründlich im Eimer. Auf mehr oder weniger direktem Wege begeben wir uns nun nach Neumagen-Dhron, an die Mosel und beziehen unser Quartier im Hotel zur Post.   



Foto (c) Hotel zur Post, Neumagen-Dhron
Das Haupthaus ist leider schon ausgebucht und man hat uns im Gästehaus untergebracht, direkt an der Mosel und vis-a-vis des Römer-Weinschiffes. Das Zimmer ist soweit ok, wenn man davon absieht, dass das Bad extrem klein ist. Dafür gibt es für die Moppeds einen Garagenstellplatz ohne Aufpreis. Lecker Abendessen waren wir im Hotel & Restaurant zum Anker, ebenfalls direkt am Moselufer.

Nachbau eines römischen Weinschiffes, an der Anlegestelle, gegenüber unseres Hotels

Dienstag, 27.09.2011
Nach dem Frühstück geht es erst einmal zur Apotheke, denn uns beide quält ein wenig aufkommender Halsschmerz. Das hat gerade noch gefehlt! Im noch leichten Morgennebel auf gewundenen Strassen von Neumagen-Dhron, über Piesport auf die andere Moselseite und dort vom Tal in Serpentinen hoch in die Weinberge. In dieser schönen Umgebung lassen sich auch schöne Fotos von schönen Moppeds machen ;-)

S 1000 RR im Weinberg

F 800 R ebenfalls im Weinberg



Die Landschaft geizt auch nicht mit Reizen.


Nach etlichen netten Kilometern müssen wir uns dann nach Trier begeben, um die Reifen aufziehen zu lassen. Um 13:30 Uhr rollen wir bei Hisgen auf den Hof. 3660 km haben die Metzeler Racetec nun bei eher touristischer Fahrweise gehalten, ein ganz gutes Ergebnis, finde ich. Der Service von BMW Hisgen ist auf dem gewohntem Level und so fahren wir nach einem Plausch und einem Tässchen Kaffee mit der F 800 ersteinmal  die nächste Frittenbude an. Nach dem Pitstop geht es nun weiter in den Hunsrück hinein, Hermeskeil, Züsch, Nonnweiler, Wadern sind Namen auf der weiteren Route, die uns dann über einen Bogen um Trier wieder nach Neumagen führt. Hier beschließen wir den Tag mit Flammkuchen und Dornfelder aus eigener Produktion von Sandra und Ralf Görgen. Inzwischen haben wir die Gewissheit uns einen tollen gripp. Infekt eingefangen zu haben. Der Halsschmerz ist unser ganztägiger Begleiter und die Nase beginnt zu laufen :-(


Mittwoch, 28.09.2011
Nachdem es uns echt nicht prickelnd geht, beschließen wir lieber etwas länger liegen zu bleiben. Eine heiße Dusche hilft einem ja dann doch irgendwie in die Gänge zu kommen. Die Nase läuft immer noch prima, die Halsschmerzen klingen aber ab - immerhin! Nach dem Frühstück setzen wir uns nun in Richtung unseres zweiten Etappenziels in Bewegung, welches im Sauerland liegt. Also fahren wir die Mosel entlang bis hinter Cochem, wo wir einen frischen Metzger zu uns nehmen, um die Reise gestärkt fortzusetzen.

Ich hätte meinen Metzger gerne gut durch und außem kross!

Bis Koblenz geht es nun die Mosel hoch und vor Koblenz dann eben auf die A48. Ich glaube, ich habe Fieber. Silvia geht es schon wieder etwas besser - es wird ja auch immer behauptet, Frauen seien zäher. Ich schwitze schon, wenn ich nur den Helm aufsetze. Anhalten, irgendwo im Stadtverkehr ist echt die Qual und es sind "nur" 26° C, also wird was dran sein, am Fieber. Eigentlich hatte ich geplant über Bad Ems, Nassau, Diez noch einmal kurz nach Südosten auszubrechen, um dann den Landsträßchen Richtung Norden, nach Eisborn, bei Balve zu folgen, aber dazu fühle ich mich jetzt nicht gut genug. So fahren wir von der A48 auf die A3 und verlassen diese dann bei Neusatdt/Wied wieder. Hier schlagen wir uns auf wunderschön kurvigen Straßen quer durch, in Richtung Siegen, zur A45. Die 45 verlassen wir dann in Werdohl und schlängeln uns weiter, über Balve nach Eisborn zu unserem Hotel, das erstaunlicherweise wieder einmal Hotel Zur Post heißt. In diesem Hotel waren wir jedoch schon vor einigen Jahren einmal und es hat uns schon damals gut gefallen. Auch dieses Jahr wurden wir nicht enttäuscht. Das Haus empfehle ich daher sehr gerne uneingeschränkt weiter. Auch hier bekamen wir für die Moppeds ohne Aufpreis eine Garage. Abends verwöhnten wir uns mit einem netten Abendessen und einigen Weizen.




Donnerstag, 28.09.2011
Gesundheitlich bin ich wohl heute auf dem Tiefpunkt angekommen. Wir haben uns für eine Runde entschieden, auf der wir drei der Seen anfahren, Listertalsperre, Biggesee und Sorpe. Fahrerisch waren die ganzen Strecken dorthin, um die Seen herum und die Verbindungsetappen wunderbar kurvig, aber qualitativ kein Vergleich zu den Straßenoberflächen an Mosel und im Hunsrück, die ganz hervorragend sind.  

Mittag in Sauerland-County
 
So viel kaputte und notdürftig geflickte Straße wie in den zwei Tagen hier, habe ich so konzentriert schon lange nicht mehr gesehen. Sobald die Straße kein B mehr vor der Nummer trägt kann man quasi in den Offroadmodus schalten. Besser man fährt hier mit einer GS hin, bis da was passiert. Mit brennenden Augen, schlaffen Muskeln und triefender Nase durch die Schlaglöcher zu hoppeln ist nicht wirklich besonders reizvoll. Reizvoll hingegen war dann der Stop am Ostufer des Sorpesees, wo wir bei netten 25° C einmal direkt ans Wasser konnten und ein wenig pausierten.

Sorpesee-Ostufer

Der Abend im Hotel war wieder gemütlich. Gut versorgt verbrachten wir ihn auf der Terasse, bei Speis und Trank.

Montag, 19. September 2011

Plastische Chirurgie, Teil 2 - Lackieren

Guten Abend,

es ist schon wieder eine Weile her, dass ich zuletzt gepostet habe, aber nun geht es ja weiter. Gerade gestern Abend bin ich aus der Schweiz zurück gekommen, wo wir an der alljährlichen Pässe-Tour des KIA Sorento-Forum teilgernommen haben,  die von Stefan Eggenberger wieder einmal ganz hervorragend organisert war! Eigentlich wollte ich möglichst vor der Tour noch die LSL-Hebeleien angebaut haben, aber leider steht die Lieferung noch aus, da LSL einen Engpaß bei Zulieferteilen hat. Nun denn, dann kommt der Bericht dazu eben später.

Vor der Tour habe ich noch schnell einige Verkleidungsteile der S1R² demontiert und nach Duisburg zu meinem Lieblingsschrauber gebracht PS KFZ Meisterwerkstatt, Duisburg. Oliver und sein Lackierer, Marcel sind immer am Start, wenn man sie braucht und liefern saubere, fachmännische Arbeit zu einem fairen Preis ab. Sie macht auch als Semi-Nuda noch eine gute Figur, die S1000RR. Vielleicht wäre so eine halbverkleidete Version als S1000S ja sogar noch eine interessante Nieschenlösung :-) Neben den beiden unteren Seitenverkleidungen ließ ich von Marcel auch noch die Hinterradabdeckung lackieren.


BMW S 1000 RR ohne untere Verkleidung (rechts)



BMW S 1000 RR ohne untere Verkleidung (links)

Heute war ich dann die Teile abholen und bin echt begeistert, 3-farbige Lackierung, alle Farben auf den Punkt getroffen, man sieht de facto keinen Unterschied zu den angrenzenden original in BMW-Motorsport-Farben lackierten Teilen der oberen Verkleidungshälfte.


Die Verkleidungsteile, frisch von Marcel lackiert



Es folgte nun logischerweise der Einbau und ich bin echt voll begeistert. Da die Schrauben alle nur mit 2 Nm angezogen werden dürfen, habe ich sicherheitshalber Loctite, mittelfest (blau) verwendet, damit die Schrauben nicht verloren gehen :) Das Ergebins der 2. plastischen Operation kann sich meiner Meinung nach auf jeden Fall sehen lassen. Hier nun ein paar Fotos mit den montierten Teilen.


Hinterradabdeckung in Motorsportfarben



Unteres Verkleidungsteil, in Fahrtrichtung links, in BMW-Motorsport-Farben



Unteres Verkleidungsteil, in Fahrtrichtung rechts, in BMW-Motorsport-Farben



Samstag, 6. August 2011

Plastische Chirurgie, Teil 1 - der Kennzeichenhalter

Auch das beste Stück bietet Raum für individuelle Optimierungen. So natürlich auch die S1000RR. Wenn ich mir die Maschine von der Seite anschaue, dann stört mich doch die serienmässige Kennzeichenhalterung. Dieser überproportional große Bürzel, der wie ein Satellit nach hinten herausragt und das Kennzeichen auf Abstand zum Fahrzeug bringt wirkt für mich wie ein Fremdkörper. 

Vorher: S 1000 RR mit serienmässigem Kennzeichenhalter
Zeit also das abzustellen. Ralle Bikes & More bietet da eine schöne Alternative. Ein Halter aus Edelstahl, mit schwarzer Kunststoffbeschichtung, der direkt unter das Heck gebaut wird. Genutzt werden hierfür die vorhandenen Aufnahmepunkte. Integriert ist eine eigene LED-Kennzeichenbeleuchtung und als Clou ist der Neigungswinkel des Halters verstellbar, so dass man den Winkel des Kennzeichens nach Belieben einstellen kann. Er wird wahlweise mit Montageblechen passend für die serienmässigen oder für Nachrüstblinker geliefert. Am besten kommt das Heck der S 1000 RR zweifelsohne komplett ohne Kennzeichen und Blinker zur Geltung.




Das ist aber in diesem, unseren Lande bekanntermassen leider gar nicht möglich. Eine deutlich schönere Lösung ist dann aber immerhin der schon erwähnte Halter von Ralle Bikes & More. Hier einmal ohne das Kennzeichen. Auch die Blinker lassen sich bei der Montage in verschiedenen Winkeln, passend zur Stellung des Kennzeichens fixieren.


Fertig montiert, mit dem kleinen Kennzeichen ergibt sich so eine wesentlich stimmigere Ansicht der Heckpartie, als in der Serienausstattung.



Hier noch einmal eine fotografische Gegenüberstellung Serie vs. Ralle Bikes.







Vorher: das Serienteil...













und nachher: Ralle Bikes & More-Halter

Sonntag, 17. Juli 2011

Mal wieder unterwegs

Moin,

habe ja schon wieder eine Weile nix gepostet hier. War aber auch kaum Zeit für irgendwas, in den letzten Wochen. Also denn mal los:

Irgendwann, in den vergangenen Jahren, habe ich mir mal das Buch "Ruhrgebiet und Westfalen", aus der Reihe "Erlebnis Motorrad", von Wolfgang Berke und Uwe Hirschmann gekauft (ISBN 3-89861-574-X). Ein Motorradführer für Touren, quasi um die Ecke. Da der Niederrhein und das Münsterland ja auf die Dauer aufgrund ihres Kurvenmangels mehr als langweilig werden, muss man ja mal etwas anderes suchen, das auch im Rahmen einer sommerlichen Feierabendrunde zu machen ist. Vor einigen Wochen haben wir daher einmal für einen Samstag Nachmittag die Tour 1 - Velbert/Elfringhauser Schweiz auserkoren und abgefahren. Diese startet am Haus Scheppen, führt über Langenberg, Donnenberg, Herzkamp,Bredenscheid, Halloh, Hasslinghausen, Hiddinghausen, Buchholz, Hattingen, Bredenscheid, Nierenhof, wieder Richtung Haus Scheppen. das Fazit ist ein klares: naja. Gerade der erste Teil der Strecke ist von der Fahrbahnbeschaffenheit sehr bescheiden und viele Streckenabschnitte sind arg reglementiert. Man läuft also ständig Gefahr den Führerschein oder den Spaß an der Runde zu verlieren. Welches der Übel man sich aussucht, liegt wohl an persönlichen Notwendigkeiten und Stimmungslagen ;-) Ich muss sagen, dass dies aber auch so von den Autoren, im Buch erwähnt wird. Ein paar ganz nette Kurven gibt es schon, aber der Straßenbelag und die ewigen Limits machen mir keinen Spaß und von daher sammelt diese Strecke bei mir keine Punkte und wird ersatzlos gelöscht.

Etwas später hatten wir dann ein Wochenende im Sauerland geplant, nach wie vor mein Lieblingsrevier in der näheren Umgebung, aber leider spielte das Wetter ganz und gar nicht mit, so dass wir das Hotel umbuchten auf das Wochenende 15. - 17.07.2011.

Vor dieser Tour stand dann noch meine BD-Pardy an. Fuffzich wird man ja nicht alle Tage :-) Die hat zwar nicht direkt was mit dem Moppedfahren zu tun, wenn man mal davon absieht, dass locker 60% der Gäste Motorradfahrer waren. Die Party war für meinen Geschmack ganz gut, leider fand ich nicht die Zeit, mit jedem der Gäste so lange zu reden, wie ich es sehr, sehr gerne getan und diese es auch verdient gehabt hätten. Das hat mir bei einigen Freunden schon echt leid getan. Kann man nix machen, beim 60. wird alles besser - vielleicht :-) Bis ca. 4 Uhr morgens haben wir gefeiert, somit war am Sonntag natürlich nix mit Moppedisieren mehr.

Es folgte nun die Motorradtour des Schützenvereins Lackhausens oder besser: die Tour der motorradfahrenden Mitglieder des Schützenvereins Lackhausen, die am 03.07.11 stattfand. Wie immer hatten Gerald und Uwe eine nette Strecke eruiert und geplant. Um 08:30 Uhr trafen wir uns auf dem Parkplatz des EDEKA Komp, Lackhausen und warteten auf einen der Teilnehmer und warteten auf einen der Teilnehmer und warteten... bis 9 Uhr :-) Dann hieß es aufsitzen und abrücken. 13 Motorräder  und 3 Sozias düsten also gen Sauerland. Nach unspektakulärer Fahrt zu Stavros - der üblichen Pinkelpause und einem Kaffee, war der Nachzügler leider immer noch nicht da. Per SMS war klar, dass er nachkam, aber wann er eintreffen würde nicht. Also noch einmal warten bei Stavros.... nee, kam nix. Also wieder los. Das Wetter war eher der bescheidenen Natur, mit max. ca. 15° C, aber es war trotz dicker Wolken wenigstens immer noch trocken. In Plettenberg warteten wir erneut auf den "verlorenen Sohn". Enige in der Gruppe hatten nun aber genug gewartet und beschlossen dann schon einmal zum nächsten planmäßigen Zwischenstopp zu düsen. Wir rauchten noch eine, smsten noch einmal und letztlich traf der Kollege dann auch ein. Seine Batterie hatte morgens schlapp gemacht und so hing er etwas hinterher. Da er aber als einer der schnelleren Fraktion bekannt ist, hat er dann auf der BAB alles gegeben, um uns zu erreichen, hat sich nur leider anschließend ein wenig verfahren :-)
Wie auch immer, Ende gut, alles gut. Nun waren wir also in einer netten, überschaubaren Gruppe mit ca. 6 Moppeds unterwegs und so konnten wir auch mal ein bisschen angasen, um zu den Kollegen, die ca. 30 Minuten vorher abfuhren, aufzuschließen he, he,he...

Am Zwischenstopp angekommen, durften wir zu unserer Genugtung feststellen, dass die Kollegen trotz Vorsprung gerade einmal ihr Bestellung aufgegeben hatten, wir sind also gut unterwegs gewesen! Leichter Nieselregen, aber echte Männer essen draussen! Also bleiben wir hartnäckig auf der Terasse und das half, der Regen sah ein, dass er keine Chance hatte und zog ab. Einen kleinen Mantateller später ging es dann weiter. Die Strecke insgesamt war wirklich nett mit sehr schönen kurvigen Abschnitten, einziges Manko war halt das etwas bescheidene Wetter, aber immerhin blieb es größtenteils trocken - da haben wir schon anderes erlebt. Nach insgesamt ca. 450 km kamen wir dann wieder zu Hause an, wo natürlich die Sonne schien, tz...

Jetzt hatte ich ca. 1600 km auf der Uhr, Zeit für die erste Inspektion und Reset des Drehzahlbegrenzers der S1000RR. Daher brachten wir die Moppeds in der folgenden Woche zum MZ Niederrhein wo beide ihre erste Inspektion erhielten. Das nun entfesselte Potential der S konnte ich dann aber noch nicht auskosten, weil als nächtes Event das Schützenfest anstand und damit ein komaähnlicher Zustand vom Donenrstag bis Dienstag. Auch am Mittwoch waren die Nachwehen der Veranstaltung noch so deutlich, dass ich mir Moppedfahren lieber geschenkt habe.


Am 15.07.11 stand nun das verschobene Sauerlandwochenende auf dem Plan. Natürlich war es am Freitag wieder stressig und natürlich kamen wir wieder erst später los, als eigentlich geplant. Für diesen Turn und in weiser Voraussicht auf weitere Touren und die Isle of Man 2012 habe ich mir von SW Mototech, ein cooles Seitentaschensystem gekauft, doch dazu mehr in einem anderen Posting.
Freitag, 15.07.11, ca. 18:30 Uhr, das Gepäck ist gepackt und am Mopped verstaut. Ab ging es auf schnellstem Wege, über die BAB, in Richtung Züschen, wo wir im Land-Gut-Hotel Mühlengrund gebucht hatten. Unterwegs dann sicherheitshalber mal angerufen und Bescheid gegeben, dass wir etwas später eintrudeln würden. Die Küche war bis 20:30 Uhr geöffnet, das war natürlich ein Ansporn, das Ziel bis dahin zuerreichen :-) Dennoch haben wir das Ziel knapp verfehlt und waren erst kurz vor 21 Uhr am Ort. Der Service des Hotels ist aber prima und man hat die Küche natürlich unter Strom gehalten! So gab es also noch ein leckeres 3-Gänge-Menü und ein paar Weizen. Da die Woche insgesamt stressig war, letztlich bis zur Ankunft, brauchte es für die Bettschwere auch nicht mehr. So gingen wir aufs Zimmer, wollten eigentlich noch etwas TV sehen, schliefen aber ruck zuck ein.

Für den Samstag hatte ich eine Tour ins Garmin geladen, die mit 297 kurvigen km für den ultimativen Fahrspaß sorgen sollte. Da gibt es nicht viel weiter zu ergänzen, die Strecke war echt cool. Wir kamen zwar immer wieder auch einmal durch ein Dörfchen, aber am Ortsausgang wurde man für ewas Zurückhaltung gleich mit einer Extradosis Kurven belohnt. Diese Strecke kann ich, ebenso wie das zuvor erwähnte Hotel nur wärmstens empfehlen. Teilweise gibt es Serpentinen, wie in den Alpen, dann gelegentlich mal Straßen zweiter Ordnung (mit Mittelstreifen) und viele Straßen dritter Ordnung (ohne Fahrspurmarkierung), aber alles mit extremen Spaßfaktor. Hinzu kam, dass die Straßen für einen Samstag sehr wenig frequentiert waren. Abends, wieder im Hotel eingetroffen, machten wir zwei Saunagänge und ließen uns anschließend wieder vom 3-Gänge.Menü verwöhnen.
Heute, am Sonntag Morgen, bescherte uns der Blick aus dem Fenster dann kein gutes Zeichen für den Tag, es regnete Bindfäden. So haben wir erst einmal ausgiebig gefrühstückt, ausgecheckt und uns ins Regenzeug eingewickelt. Als wir dann starteten, hörte der Regen auf - gut so. Dennoch war es arg stürmisch und der Himmel dunkelgrau, so dass wir uns entschieden von Züschen über Winterberg, Olsberg und Bestwig, direkt zur BAB zu fahren, um die Heimreise anzutreten. Kaum auf der BAB, wurde es wieder wärmer und wärmer, also wurde der nächste Rastplatz angefahren und das Regenzeug wieder verstaut. Da der Himmel aber nach wie vor nicht vielversprechend aussah, blieben wir beim Plan, Richtung Heimat weiter auf der BAB zu bleiben. Wenige km später bekamen wir dann auch noch einen Regenschauer ab, dann klärte es sich aber auf. Schließlich fuhren wir dann noch zum Motorradtreff Vogel, Marl - wo wir uns einen Kaffee und eine Schale Pommes "gönnten", beides ist dort aber nicht unbedingt zu empfehlen, der Kaffee, ziemlich dünn, die Pommes dafür ziemlich fettig.
Anschließend ging es die letzten 40 km trocken und zügig nach Hause.

Ciao
Georg

Edith: Weia Fehler, Fehler, Fehler, den Rest dürft ihr aber behalten.
P.S.: Wenn ich gecheckt habe, wie ich hier einen Downloadlink reinbasteln kann, werde ich den GPS-Track der Route mal hochladen.

CU...

Freitag, 27. Mai 2011

Karte ade, Navi juche!

Heute traf die SW-Mototech Kugeklemme für das Garmin Zumo ein. Bestellt habe ich diese bei MOTONIK (Roland Klau), der u.a. mit Motorradteilen und -zubehör handelt, aber auch geführte Touren, mit oder ohne Mietmotorrad veranstaltet und Motorradanhänger vermietet. Nun ging es also erst einmal in die Garage. Die Montage des sauber verarbeiteten SW-Mototech Lenkkopfhalters ging absolut simpel von der Hand. Alles, was der Mensch dazu benötigt, ist ein passender Inbusschlüssel. Die Halterung könnte man im weitesten Sinne als eine Art Dübel bezeichnen, den man einfach in die Öffnung des Lenkkopfes einsteckt. Zieht man nun die Inbusschraube an drücken sich die beiden Hälften des Halters auseinander und verkeilen sich so im Rohr. Eine simple und gut funktionierende Lösung.

Montierte Kugekklemme von SW-Mototech
Anschließend wird der Innensechskant noch mit einer schwarzen Kunststoffkappe abgedeckt. Jetzt kann man den Kugelkopfverbinder aus dem RAM-Mount-Pack des Garmin verwenden. Dieser wird mit einem Ende auf den Kugelkopf der Lenkkopfhalterung aufgesteckt und in das andere Ende steckt man den Kugelkopf der Navi-Halteschale von Garmin. 

Auf die Kugelklemme aufgesteckte RAM-Mount-Halterung von Garmin
Durch die Kugelgelenke kann man so nahezu jeden beliebigen Winkel für das Gerät einstellen, so dass es später immer im Blickfeld liegt, aber nicht stört, weil es z.B. den Zugriff auf den Zündschlüssel erschwerte oder Armaturen verdeckte.

Oben eingesteckte Halterung des Garmin

Jetzt also noch die richtige Einstellung gewählt, das Navi in die Schale eingelegt und verriegelt, schon kann es losgehen. Dann sieht die ganze Angelegenheit betriebsbereit so aus, wie unten abgebildet.



Zumo 210 in montierter Halterung
Jetzt heisst es nur noch auf besseres Wetter für das Wochenende hoffen!

Sonntag, 22. Mai 2011

Eine Runde im Bergischen Land, Sa. 21.05.2011

Foto (c) Garmin



Samstag haben wir der F 800 R und der S1R² mal ein Stückchen des Bergischen Landes gezeigt. Da ich dazu tendiere, mich regel- mäßig zu verfahren, wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin, weil ich stets einfach der Nase und den Kurven, die sie ausmacht folge, sollte hierfür ein Navi her. Auf die S1R² mag ich mir einfach keinen Tankrucksack mit Kartenfach montieren, das gefällt mir optisch überhaupt nicht. Also bestellte ich mir das Garmin Zumo 210 , das die für mich wichtigen Features beinhaltet, wie Bluetooth und Routenplanung am PC und somit für meine Zwecke eigentlich vollkommen ausreichen sollte. Es wird mit allerlei Befestigungsmaterial geliefert, jedoch ist die ideale Lösung für meine S leider nicht dabei. Daher habe ich mir neben einem Bluetooth-Ear-Set, einer 4 GB SDHC-Card, zum Abspeichern von geplanten Routen, auch die SW-Mototech-Kugelklemme für den Lenkkopf der S 1000 RR bestellt. 

Foto (c) SW-Mototech
Dieser ist leider aber bis Samstag noch nicht eingetroffen. Bis zum Wochenende wollte ich mich schon einmal mit dem Navi beschäftigen, insbesondere natürlich mit der Routenplanung am PC, mittels des mitgelieferten Programmes Mapsource. Wie ich feststellen musste, ist das kein allzu einfaches Unterfangen, denn die Möglichkeiten, die die Software bietet sind ausgesprochen umfangreich, die Bedienungsanleitung aber nicht sonderlich hilfreich. Nur durch die Diskussion mit Freunden, die der Materie kundig sind und dank einiger hilfreicher Tipps aus dem Web, ist es mir gelungen, eine aus dem Web geladene Route überhaupt auf das Navi zu laden und auf meine Bedürfnisse anzupassen, z.B. durch Änderung des Start- und ZIelpunktes. Als ausgesprochen sachdienlich erwiesen sich dabei die folgenden Links: Naviboard.de - Pocketnavigation.de - Verwandern.de - Silvia und Kurt aus Wien , die ich sehr empfehlen kann.

Sender, am Bismarck Turm, Velbert
Eine passende Route fand ich im Downloadbereich von Motorrad und Reisen - die es dann noch anzupassen galt. Der Versuch, dies umzusetzen hat mir einige Abende lang den letzten Nerv geraubt, hat aber letztlich dann doch funktioniert. Anschließend ist es so, wie immer: wenn Du einmal weißt, wie es geht, ist es natürlich sehr einfach:-) Da die Halterung noch nicht da war, versuchte ich es mit der rein akustischen Routenführung über das Bluetooth-Ear-Set. Das Koppeln der Geräte war einfach, einen Haken hat die Geschichte jedoch, denn das BT-Set ist etwas träge und so hört man von einer Ansage wie "Biegen Sie in 2,5 km rechts in die xy-Straße ein" leider nur etwas wie: "<PIEP> 5 km rechts in die xy-Straße ein <PIEP>". Das ist nicht wirklich gut. Ferner hatte ich die Autorouting-Funktion deaktiviert, da ich in einem der Foren las, dass das Autorouting die Tour zerschießen kann und durch Neuberechnungen so aus der geplanten Route eine völlig andere werden kann. Das ist soweit ok, wenn man neben der akustischen Ansage auch die Karte des Navis vor Augen hat und so sieht, wenn man von der Route abweicht. Wenn man also nur die teils verstümmelte, akustische Routenführung hat und so vom Kurs abkommt, stellt man das leider erst dann fest, wenn die Stimme im Ear-Set verstummt und keine Meldungen mehr kommen. So ist es uns dann am Samstag auch ergangen. Daraufhin habe ich doch mal das Autorouting aktiviert und es hat auch funktioniert. Ein lustiges Erlebnis hatten wir noch in der Nähe des Bismarck Turms. Auf der Route lag ein Wegpunkt oben am Turm, bei dem dort angesiedelten Café. Diesen Punkt wollten wir uns ersparen und sind an der Sackgasse vorbeigefahren. Offensichtlich ist das Navi jedoch der Ansicht, dass es erst auf der Route weitergehen darf, wenn ein Wegpunkt auch angefahren wurde. Somit haben wir dann die schöne, äußerst kurvige Strecke rund um den Turm herum zwei Mal genossen und tranken dann eben doch einen Kaffee am Turm Café :-) Weiterführende Infos zu den Bismarcktürmen gibt es übrigens hier: Bismarcktürme und Bismarcksäulen.

Insgesamt ein sehr schöner Tag, mit rund 270 gefahrenen Kilometern. Gestartet haben wir unsere Runde am Haus Scheppen, am Baldeneysee, Essen. Eine lustige Erfahrung, die wir dort machten war, dass sich viele Passanten sehr für die F 800 R interessierten, neben der die S 1000 RR mehr oder weniger unbeachtet stand. :-) Nun haben wir in der ersten Woche mit den neuen Moppeds also ungefähr 530 km abgespult und kommen der 1000 km-Marke langsam näher. Bei 1000 km wird die erste Inspektion fällig, in deren Verlauf dann die Drehzahlbegrenzung von 9 krpm nach oben auf die normale max. rpm gestellt wird. Dann geht es richtig los...