Morgen wird aus der Biposto eine Monoposto :-) Da kann ich mir nämlich bei meinem Freundlichen die Sitzbankabdeckung für den Soziussitz, in weiß, abholen. Und weil Winter ist, gibt es die mit 10% Rabatt. Das hört man doch gerne :-)
Die Gummimuttern für die hohe MRA-Racing-Scheibe sind bestellt, kommen aber wohl erst Anfang 2012 - macht ja nix, ist eh gerade nicht die Zeit für Highspeedrekorde ;-)
Dienstag, 27. Dezember 2011
Samstag, 24. Dezember 2011
Beispiel
Mahlzeit,
wollte Euch noch einmal kurz ein Beispiel geben, was ich mit unvermögenden oder egomanischen Dosentreibern meine. In dem folgenden Clip, ist der Golf schon forsch (zieht ohne Blinker und recht dicht vor dem Mopped raus, ist aber noch im tolerierbaren Bereich). Die Krönung ist jedoch das Verhalten des Audifahrers. Dass selbst sowas mal passieren kann ist klar, darüber müssen wir nicht streiten, aber dieser Schwachmat hat auch nach der Diskussion mit den Beamten am Ende immer noch nicht verstanden, was er da überhaupt gemacht hat. Er ist sich nicht eine Sekunde darüber im Klaren, dass er das Leben des Motorradfahrers in große Gefahr gebracht hat. Ein ungeübter Fahrer wäre möglicherweise gestürzt und überrollt worden. Kommentar des Audi-Fahrers "...ich habe doch geblinkt" und damit ist das für ihn vom Tisch. Diese Typen gehören nicht auf die Straße.
Hier nun das Video:
Ciao
Freitag, 23. Dezember 2011
'n paar Gedanken
Hallo Roggers, ;)
der Bundespräsident hält eine Rede, jeder Vereinsvorstand hält zur letzten JHV eine Rede, also schreibe ich mal mein Wort zum Jahreswechsel.
Beim Stöbern durch eines der Foren, die ich so lese, wurde ich dieses Jahr durch mehrere Threads etwas irritiert. Früher, als Moppeds noch nach Benzin und Öl stanken, als sie Flecken ihres teuren Castrol-Blutes unter dem Ständer hinterließen, wo immer sie standen, nur widerwillig ansprangen, sich schüttelnd und hustend windeten, bis sie endlich eine blaue Wolke halbverbrannten Öls ausstoßend zum Leben erwachten, waren wir Moppedfahrer noch irgendwie eine Gruppe. Nein, das wird jetzt kein früher-war-eh-alles-besser-Beitrag. Ich meine, wir waren halt alle zu einer Gruppe Menschen zugehörig, die dem normalen Mitbürger irgendwie suspekt war. Wenn Du irgendwo in Moppedklamotten aufgetaucht bist wurdest Du immer arglistig von oben nach unten beäugt, aber keiner hatte die Eier in der Hose zu sagen:" Ey, für Moppedfahrer ist hier kein Platz.". Gedacht haben das aber sicher ganz viele, das hat man eindeutig an ihren Blicken ablesen können, aber sie hatten auch Schiss davor, dass dann vielleicht in 30 Minuten ein ganzer Haufen von diesen Lederträgern auftaucht und aus dem Laden eine Achterbahn macht. So war das. Damals.
Damals hätte auch wohl kaum ein Motorradfahrer andere Motorradfahrer, in einem Forum (ja, ich weiß, gab ja auch noch keine Foren) verurteilt. ZAPP... willkommen im here and now. Heute lese ich Threads in Motorradforen, in denen sich Motorradfahrer über andere Motorradfahrer, üble Purchen wohl, ereifern. Mit Schaum vorm Mund geifern Sie, dass die Raser von der Straße zu entfernen seien und dass Moppeds gefälligst nicht laut zu sein hätten. Schließlich würden ja die paar bekloppten Raser und Krawallbrüder für Streckensperrungen und Restriktionen anderer Art für alle Motorradfahrer sorgen. Ja, hallo? Wo bin ich denn? Diese Herrschaften sollten sich dann doch vielleicht besser einen Roller kaufen, einen E-Roller oder noch besser lieber ein Cabrio, Hybrid, versteht sich! Es ist echt unglaublich. Da spaltet sich also die moderne Gesellschaft in Nichtmotorradfahrer, motorradfahrende Gartenzwergbesitzer und Motorradfahrer auf und keiner sagt was. Keiner! Damit wir uns da nicht falsch verstehen, ich bin nicht der Meinung, dass ein Mopped den Lärm eines startenden Airbus übertrumpfen muss, aber es muss schon Sound haben. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass man vor einem Kindergarten 100 fahren muss, aber auf freier, gut einsehbarer Strecke, ausserorts braucht auch kein Schwein Tempo 70, weil es eine 120° Kurve gibt. An dem Tag, an dem nur noch E-Bikes zugelassen werden und sich Motorräder anhören, wie ferngesteuerte RC-Modelle mit E-Motor, bin ich mit dem Thema jedenfalls durch - falls ich da noch lebe. Aber die Chancen stehen gut, dass ich das nicht mehr erleben muss. Die einen sagen, weil das alles nicht so käme, die anderen, weil ich rauche, trinke, zu viel arbeite und Motorrad fahre.
Noch so ein Ding sind diese unsäglichen Warnwestenfahrer. Wenn wegen dieser Risikophobiker irgendwann die EU auf die Idee kommt, dass diese gelben Kasperlejacken zur Pflichtverkleidung für Motorradfahrer werden, dann werde ich Outlaw, versprochen.
Ja, natürlich wird man leichter übersehen als Motorradfahrer, aber das ist ja wohl nicht die Lösung des Problems. Wie wäre es denn einmal darüber nachzudenken nicht die Opfer zu geißeln sondern die Verursacher der meisten tödlichen Motorradunfälle von der Straße zu nehmen. Ja, genau, die Dosenfahrer, die qua Unvermögen oder egomanischem Verhalten dazu beitragen, dass Motorradfahrer sterben. Auf die Idee kommt heute kein Mensch mehr, nicht einmal in einem Motorradforum. Sic. Jeder von uns hat diese Situationen schon erlebt, PKW fährt ohne zu blinken und ohne Spiegel- oder gar Schulterblick vom Straßenrand an oder wendet über die Fahrbahn, PKW wechselt mit geschätztem Tempo 100 km/h auf der dreispurigen BAB von der mittleren Fahrspur auf die linke, ohne Blinken, ohne zu schauen, was von hinten kommt, Linksabbieger kann die Geschwindigkeit des ihm entgegenkommenden Motorradfahrers nicht einschätzen, denkt sich das passt noch und zieht rum, PKW-Fahrer fummelt am Navi/Zigarettenanzünder/liest Zeitung/schreibt SMS und übersieht den Motorradfahrer, to be continued. Die Liste ist lang. Das wird toleriert, das wird akzeptiert, das ist eben so. Das war eben ein Unfall. Das ist das Restrisiko.
Schade, dass wir jetzt untereinander noch zwei Fraktionen aufmachen und uns auch noch selbst zerfleischen. Das ist nämlich gar nicht nötig, Feinde haben wir eh genug, wie ja die jüngsten Attentatversuche auf Motorradfahrer eindrucksvoll bewiesen haben (Öl-Flaschen-Werfer der einen Familienvater tötet und Splitthaufenverteiler). Hauptsache, wir sind alle schön pc. Political Correctness sollte langsam mal zum Unwort des Jahrzehntes gekrönt werden. In der eifrigen Befolgung von Befehlen sind wir Deutschen ja immer schon super gewesen und auch im vorauseilenden Gehorsam (s.a. Warnwestenträger). Das ist Tradition, da kann man stolz drauf sein. Muss man aber nicht.
Ja, das musste jetzt einfach mal gesagt werden. Macht ja sonst wieder keiner ;-)
Ich wünsche Euch allen ein unfallfreies und tolles 2012, mit viel Spaß an unserem gemeinsamen Hobby.
Euer
Georg
Samstag, 29. Oktober 2011
LSL Kupplungshebel
So, nachdem ich endlich den 7er (!) Innentorx habe, ist der kurze LSL-Kupplungshebel auch verbaut. Letzten Sonntag folgte dann der Praxistest, in Form eines kleinen Ausflugs zum Café Hubraum.
und zur Bevertalsperre mit Iris, Silvia und Gerald. An der Bevertalsperre machten wir natürlich einen Pitstop bei der Zornigen Ameise. Wir hatten super Wetter und Lorenz war, wie immer äußerst nett und sehr um seine Gäste bemüht. Es waren noch ziemlich viele Kollegen mit Mopped unterwegs, entweder hat die Anzahl der Saison-Kennzeichen abgenommen oder viele haben den Oktober noch mit drin. Ich war schon ein wenig überrascht und hatte das Gefühl, dass sonst weniger Bikes um diese Zeit unterwegs waren. Naja, nach diesem Sommer nutzt man natürlich jeden Sonnenstrahl, der sich bietet aus.
Zum LSL-Kupplungshebel: die zur Kupplungsbetätigung benötigte Handkraft ist subjektiv etwas größer, eigentlich ja auch logisch, weil der Hebel kürzer ist. Meine große Sorge war, dass es Probleme mit dem Mikroschalter, bzw. dem Quickshifter geben könnte. Diese hat sich jedoch nicht bewahrheitet, denn alles funktionierte nach dem Einbau exakt so wie es sein soll. Cool.
Nicht so cool, war, dass ich Montag morgens dann mit einem ekligen, grippalen Infekt aufwachte. Da ich das Vergnügen ja schon während unserer Motorradtour an Mosel, Hunsrück und im Sauerland, im September hatte, dachte ich eigentlich, mit dem Mist für dieses Jahr durch zu sein. Weit gefehlt! Montag habe ich echt mit mir gerungen, ob ich aufstehe oder nicht, so dreckig ging es mir. Naja, ein paar Aspirin Complex bringen den Mann dann schon wieder halbwegs in Schwung. Heute, am Samstag, sieht es schon wieder ganz gut aus. Hoffentlich ist das Thema dann für dieses Jahr erledigt.
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| Foto (c) Café Hubraum |
Zum LSL-Kupplungshebel: die zur Kupplungsbetätigung benötigte Handkraft ist subjektiv etwas größer, eigentlich ja auch logisch, weil der Hebel kürzer ist. Meine große Sorge war, dass es Probleme mit dem Mikroschalter, bzw. dem Quickshifter geben könnte. Diese hat sich jedoch nicht bewahrheitet, denn alles funktionierte nach dem Einbau exakt so wie es sein soll. Cool.
Montag, 3. Oktober 2011
Sonntag, 02.10.2011
Endlich geht es mir mal wieder etwas besser. Zwar sitzen die Bronchien noch irgendwie zu aber so grundsätzlich geht es bergauf. Nachdem ich mich den Vormittag über auf der Liege im Garten herumgelümmelt habe, überfiel mich so ein undefiniertes Gefühl, etwas tun zu müssen. Genau, da waren ja noch die LSL-Hebel, die während unserer Tour eingetroffen sind. Also wollen wir uns mal an den Einbau machen. Gekauft habe ich die Hebeleien bei Timo Schell, Inhaber von BigRisk, den ich vom S 1000 RR-Forum her kenne.| Serienbremshebel BMW S 1000 RR |
Zunächst geht es also an den Austausch des Bremshebels, da dies der bequemere Job ist. Hier muss nur die Mutter, an der Unterseite der Schraube, die den Hebel hält entfernt werden, anschließend die Schraube herausgedreht und entnommen werden, schon kann man den Hebel vorsichtig nach vorne herausziehen. Umgekehrt läuft dann natürlich der Einbau des neuen LSL-Hebels, ein bisschen Lagerfett an die entsprechenden Stellen, Schraube rein, Mutter drauf, mit Drehmoment anziehen, fertig. Das Ergebnis sieht dann so aus...
| LSL-Bremshebel, kurz, verstellbar |
Nun geht es an den Kupplungshebel. Hier muss man die gerändelte Einstellmutter bis an die Armatur reinschrauben, aber auch nur soweit, dass der Schlitz, der über die ganze Länge verläuft, mit dem Schlitz an der Armatur fluchtet. Nun muss der Kupplungshebel demontiert und der Bowdenzug aus dem Griff entnommen werden. Es sollte dann im Anschluss der kleine, schwarze Platikhebel, der den Microschalter betätigt vom BMW-Hebel auf den LSL-Hebel umgebaut werden.
| Tücke im Detail, der (geschätzt) 8er Torx fehlt - d.h. Pause für den Schrauber. |
Und hier scheiterte der Schrauber, denn diese Micky-Mouse-Schraube ist bei der BMW als Torx-Schraube ausgeführt. Ich habe ja schon so ziemlich alles, was eine Werkstatt braucht, aber einen derartigen Uhrmacher-Torx habe ich nun leider noch nicht. Somit ist das Projekt hier zunächst unterbrochen, bis zum morgigen Kauf eines passenden Torx-Schlüssel-Satzes. Fortsetzung folgt...
"Wenn einer eine Reise tut...
...dann kann er was erzählen." So sagt der Volksmund und so ist es ja in aller Regel auch. Und dann gibt es noch den Spruch "Erstens kommt es zweitens immer anders als du denkst." Beide treffen auf unsere Reise zu, doch nun erst einmal der Reihe nach.
Nach etlichen netten Kilometern müssen wir uns dann nach Trier begeben, um die Reifen aufziehen zu lassen. Um 13:30 Uhr rollen wir bei Hisgen auf den Hof. 3660 km haben die Metzeler Racetec nun bei eher touristischer Fahrweise gehalten, ein ganz gutes Ergebnis, finde ich. Der Service von BMW Hisgen ist auf dem gewohntem Level und so fahren wir nach einem Plausch und einem Tässchen Kaffee mit der F 800 ersteinmal die nächste Frittenbude an. Nach dem Pitstop geht es nun weiter in den Hunsrück hinein, Hermeskeil, Züsch, Nonnweiler, Wadern sind Namen auf der weiteren Route, die uns dann über einen Bogen um Trier wieder nach Neumagen führt. Hier beschließen wir den Tag mit Flammkuchen und Dornfelder aus eigener Produktion von Sandra und Ralf Görgen. Inzwischen haben wir die Gewissheit uns einen tollen gripp. Infekt eingefangen zu haben. Der Halsschmerz ist unser ganztägiger Begleiter und die Nase beginnt zu laufen :-(
Bis Koblenz geht es nun die Mosel hoch und vor Koblenz dann eben auf die A48. Ich glaube, ich habe Fieber. Silvia geht es schon wieder etwas besser - es wird ja auch immer behauptet, Frauen seien zäher. Ich schwitze schon, wenn ich nur den Helm aufsetze. Anhalten, irgendwo im Stadtverkehr ist echt die Qual und es sind "nur" 26° C, also wird was dran sein, am Fieber. Eigentlich hatte ich geplant über Bad Ems, Nassau, Diez noch einmal kurz nach Südosten auszubrechen, um dann den Landsträßchen Richtung Norden, nach Eisborn, bei Balve zu folgen, aber dazu fühle ich mich jetzt nicht gut genug. So fahren wir von der A48 auf die A3 und verlassen diese dann bei Neusatdt/Wied wieder. Hier schlagen wir uns auf wunderschön kurvigen Straßen quer durch, in Richtung Siegen, zur A45. Die 45 verlassen wir dann in Werdohl und schlängeln uns weiter, über Balve nach Eisborn zu unserem Hotel, das erstaunlicherweise wieder einmal Hotel Zur Post heißt. In diesem Hotel waren wir jedoch schon vor einigen Jahren einmal und es hat uns schon damals gut gefallen. Auch dieses Jahr wurden wir nicht enttäuscht. Das Haus empfehle ich daher sehr gerne uneingeschränkt weiter. Auch hier bekamen wir für die Moppeds ohne Aufpreis eine Garage. Abends verwöhnten wir uns mit einem netten Abendessen und einigen Weizen.
Donnerstag, 28.09.2011
Der Abend im Hotel war wieder gemütlich. Gut versorgt verbrachten wir ihn auf der Terasse, bei Speis und Trank.
Samstag 24.09.2011
Die Vorbereitungen für die nächste Woche, die wir mit den Motorrädern in der Eifel, an der Mosel, im Hunsrück und im Sauerland verbringen wollen sind weitestgehend abgeschlossen. Die Strecken wurden in MapSource fürs Garmin zusammengebastelt und auf die Speicherkarte geladen, das Gepäck ist schon einmal grob vorsortiert. Also werden zunächst noch die anstehenden Pflichten in Form diverser Gartenarbeiten erledigt. Nach Kastanien- und Walnußsammelaktion, dem Zusammenharken der ganzen Schalen, dem anschließenden Rasenmähen und letztlich dem Abtransport des ganzen Grünschnitts zum Wertstoffhof, weil die eigenen Komposter schon aus allen Nähten platzen, ist es vollbracht. Nun geht es noch einmal an die Fahrzeugpflege. Die Insektenfriedhöfe sollen vor der Tour noch entfernt werden, Ölstand, Kettenspannung und Pflegezustand sollen kontrolliert werden. Bei der Kettenreinigung fällt mein Blick auf den Hinterreifen der S1R² und nachdem ich mir den Profiltiefenmesser aus der Garage geholt habe, bestätigt sich der äußere Anschein. Leider ist die Pelle schon unterhalb der gesetzl. verordneten Mindestprofiltiefe. Der vordere Reifen liegt noch gerade eben im akzeptablen Bereich. Fest steht, für die Woche reicht das nicht mehr aus, sonst fahre ich ab Mitte der Woche auf dem Gewebe. Schnell noch über das S1000RR-Forum abgefragt, wie aktuell die Lieferzeit für die Metzeler Racetec Interact K3 aussehen, mit dem Ergebnis, dass vermutlich mit 2 -3 Tagen Lieferzeit zu rechnen sei. OK, nun ist Samstag Nachmittag, da geht eh nichts mehr. Also schnell im Web nach Dealern an der Mosel gesucht und fündig geworden bei BMW Adolf Hisgen, Trier flux noch die Telefonnummer notiert und für Montag einen Anruf vorgemerkt. Abends waren wir dann noch bei meinem Bruder und seiner Familie zum Abendessen und auf ein Gläschen Rotwein, war sehr nett.
Montag, 26.09.2011
Der Sonntag war soweit unspektakulär. Abends waren wir noch bei Busi & Sabine, um zum Geburtstag zu gratulieren, war auch ein sehr netter Abend, nur mit den Bierchen mussten wir uns angesichts der bevorstehenden Tour etwas zurückhalten. Am Montag Morgen will Silvia uns zum Frühstück ein paar Brötchen holen, was aber zunächst einmal scheitert, da das Sicherheitsschließsystem der Haustüre nicht mehr öffnet. Du kannst den Schlüssel drehen wie die wilde Wutz, an der Tür rumhämmern und rütteln, da regt sich gerade gar nichts mehr. Also mal den Schlüsseldienst angerufen, der zusagt bis 11 - 11:30 Uhr vor Ort zu sein. Diese Zeit lässt sich ja nun nutzen um bei BMW Hisgen anzurufen und nach den Reifen zu fragen und: Bingo! Er kann die Reifen bis Dienstag Mittag im Hause haben und um 14 Uhr kann ich bei ihm eintrudeln, um die Pellen aufzuziehen. Das wäre also schon einmal geklärt, bedeutet aber andererseits, dass die für Dienstag eigentlich geplante, große Runde, bis in die Rhön dann wohl ausfällt. Inzwischen ist es 13:30 Uhr und vom Schlüsseldienst keine Spur und auch kein Anruf. Also rufe ich wieder an, mit dem Ergebnis, dass er in wenigen Minuten da sein will. Um 14:00 Uhr stehen wir also endlich an der Tür und nach ca. 30 Minuten Herumprobieren steht fest, heute wird das ganz bestimmt nichts mehr. Nach dem ganzen Stress ist es dann letztlich 15:30 Uhr bis wir endlich auf den Moppeds sitzen und damit ist der erste Tag schon einmal gründlich im Eimer. Auf mehr oder weniger direktem Wege begeben wir uns nun nach Neumagen-Dhron, an die Mosel und beziehen unser Quartier im Hotel zur Post. | Foto (c) Hotel zur Post, Neumagen-Dhron |
Das Haupthaus ist leider schon ausgebucht und man hat uns im Gästehaus untergebracht, direkt an der Mosel und vis-a-vis des Römer-Weinschiffes. Das Zimmer ist soweit ok, wenn man davon absieht, dass das Bad extrem klein ist. Dafür gibt es für die Moppeds einen Garagenstellplatz ohne Aufpreis. Lecker Abendessen waren wir im Hotel & Restaurant zum Anker, ebenfalls direkt am Moselufer.
| Nachbau eines römischen Weinschiffes, an der Anlegestelle, gegenüber unseres Hotels |
Dienstag, 27.09.2011
Nach dem Frühstück geht es erst einmal zur Apotheke, denn uns beide quält ein wenig aufkommender Halsschmerz. Das hat gerade noch gefehlt! Im noch leichten Morgennebel auf gewundenen Strassen von Neumagen-Dhron, über Piesport auf die andere Moselseite und dort vom Tal in Serpentinen hoch in die Weinberge. In dieser schönen Umgebung lassen sich auch schöne Fotos von schönen Moppeds machen ;-)
| S 1000 RR im Weinberg |
| F 800 R ebenfalls im Weinberg |
| Die Landschaft geizt auch nicht mit Reizen. |
Mittwoch, 28.09.2011
Nachdem es uns echt nicht prickelnd geht, beschließen wir lieber etwas länger liegen zu bleiben. Eine heiße Dusche hilft einem ja dann doch irgendwie in die Gänge zu kommen. Die Nase läuft immer noch prima, die Halsschmerzen klingen aber ab - immerhin! Nach dem Frühstück setzen wir uns nun in Richtung unseres zweiten Etappenziels in Bewegung, welches im Sauerland liegt. Also fahren wir die Mosel entlang bis hinter Cochem, wo wir einen frischen Metzger zu uns nehmen, um die Reise gestärkt fortzusetzen.
| Ich hätte meinen Metzger gerne gut durch und außem kross! |
Donnerstag, 28.09.2011
Gesundheitlich bin ich wohl heute auf dem Tiefpunkt angekommen. Wir haben uns für eine Runde entschieden, auf der wir drei der Seen anfahren, Listertalsperre, Biggesee und Sorpe. Fahrerisch waren die ganzen Strecken dorthin, um die Seen herum und die Verbindungsetappen wunderbar kurvig, aber qualitativ kein Vergleich zu den Straßenoberflächen an Mosel und im Hunsrück, die ganz hervorragend sind.
| Mittag in Sauerland-County |
So viel kaputte und notdürftig geflickte Straße wie in den zwei Tagen hier, habe ich so konzentriert schon lange nicht mehr gesehen. Sobald die Straße kein B mehr vor der Nummer trägt kann man quasi in den Offroadmodus schalten. Besser man fährt hier mit einer GS hin, bis da was passiert. Mit brennenden Augen, schlaffen Muskeln und triefender Nase durch die Schlaglöcher zu hoppeln ist nicht wirklich besonders reizvoll. Reizvoll hingegen war dann der Stop am Ostufer des Sorpesees, wo wir bei netten 25° C einmal direkt ans Wasser konnten und ein wenig pausierten.
| Sorpesee-Ostufer |
Der Abend im Hotel war wieder gemütlich. Gut versorgt verbrachten wir ihn auf der Terasse, bei Speis und Trank.
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